Geschäftsbericht 2015-2016

7. Kontrollwechsel und Abwehrmassnahmen

7.1 Angebotspflicht

Gemäss Art. 32 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Börsen- und Effektenhandel (BEHG) besteht die Pflicht zur Unterbreitung eines öffentlichen Kaufangebots, wenn jemand direkt oder indirekt den Grenzwert von 331/3% der Stimmrechte überschreitet. Die Statuten der Gesellschaft beinhalten weder eine Opting-out- noch eine Opting-up-Klausel. In Art. 29 BEHG wird der Verwaltungsrat verpflichtet, im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebots den Aktionären die zur Beurteilung des Angebots notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen. Weiter dürfen durch den Verwaltungsrat keine Geschäfte beschlossen werden, mit denen der Bestand der Aktiven oder Passiven der Gesellschaft in bedeutender Weise verändert würde. Beschlüsse der Generalversammlung unterliegen nicht dieser Beschränkung. Die Artikel des BEHG finden sich unter www.admin.ch.

Im Vorfeld der geplanten Kapitalerhöhung unterstützte der Züblin Verwaltungsrat das Gesuch der Hauptaktionärin Lamesa Holding SA, Panama (33.02%), an die Schweizerische Übernahmekommission (UEK) zur Erlangung einer Ausnahmebewilligung von der Pflicht zur Unterbreitung eines öffentlichen Kaufangebotes. Dies für den Fall, dass die geplanten finanziellen Restrukturierungsmassnahmen dazu führen sollten, dass Lamesa die gesetzliche Grenze von 33 1/3 % für ein öffentliches Kaufangebot überschreiten würde. Am 15. Juni 2016 wurde die Bewilligung erteilt und bildete die Grundlage für die Gutheissung der Kapitalerhöhung in Höhe von CHF 71.7 Mio. durch die Aktionäre anlässlich der ordentlichem Gemeralversammlung vom 30. Juni 2015.

7.2 Kontrollwechselklauseln

Es besteht mit keinem Mitglied des Verwaltungsrats und der Gruppenleitung eine Kontrollwechselvereinbarung.

PDF Downloads

Geschäftsbericht 2015-2016

Geschäftsbericht 2015-2016 (16.72 MB)